St. Mathilden-Kirche, Foto vom Ostgiebel, Foto: Thomas Wozniak

Allgemeine Informationen

 

Lage

Quedlinburg ist eine Stadt in Sachsen-Anhalt am Nordrand des Harzes. Die Kirche befindet sich am westlichen Rand der Altstadt und ist Bestandteil des UNESCO Weltukulturerbes. Teils auf der ehemaligen Stadtmauer gebaut, ist die Kirche fast im Zentrum. Zum Marktplatz und Rathaus sind es drei Gehminuten, zum historischen Schlossberg etwa 15 Gehminuten. Markt- und Aegidii-Kirche sind weniger als 200 m entfernt.

Die Kirche liegt zwar direkt hinter dem Theater, der Zugang erfolgt aber über die Einfahrt Neuendorf 4. Das alte und neue Pfarrhaus befinden sich samt Pfarrbüro ebenfalls dort.

Adresse: Neuendorf 4, 06484 Quedlinburg

Geokoordinaten: 51° 47′ 30.11″ N, 11° 8′ 25.61″ E bzw. 51.791697°, 11.140447°

 

Öffnungszeiten

Der Vorraum der Kirche ist tagsüber geöffnet. Wenn Sie die Kirche besichtigen wollen, klingeln Sie zu den Öffnungszeiten im Pfarrbüro. Eintritt wird nicht erhoben, mit Spenden können Sie zum Erhalt des Kirchenbaus beitragen.

 

Gottesdienstzeiten

Dienstag 9.00 Uhr Hl. Messe
Donnerstag 17.30 Uhr Eucharistische Anbetung
Donnerstag 18.30 Uhr Heilige Messe
Samstag 18.00 Uhr Heilige Messe
Sonntag 10.30 Uhr

Heilige Messe (im Sommerhalbjahr in St. Wiperti)

Eine Übersicht über alle angebotenen Gottesdienste der Pfarrei finden Sie auf der Seite Gottesdienste.

 

Hinweise zu Parkplätzen

Es besteht die Möglichkeit, vor dem Kirchengelände zum Aussteigen zu halten. Parken dort nur für Anwohner mit Ausweis. Auf dem Kirchengelände selbst gibt es keine öffentlichen Parkplätze. Bitte benutzen Sie die folgenden öffentlichen Parkplätze in der Nähe:

  • Parkplatz Marschlinger Hof (gegenüber vom Theater): für PKW, Busse, Motorräder, Wohnwagen. Kostenpflichtig. Etwa drei Gehminuten von der Kirche entfernt
  • Parkplätze in der Wallstraße: nur für PKW, kostenfrei, teilweise zeitbegrenzt. Bitte beachten Sie das Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen in der Wallstraße!

Von beiden Parkmöglichkeiten gehen Sie den Marschlinger Hof hinunter, vor der Fußgängerzone nach links abbiegen (Hinweisschild Jugendherberge), nach ca. 30 m links.

Routenberechnung mit Google-Maps: Hier klicken.

 

Hinweise zur Barrierefreiheit

nicht für Rollstuhlfahrer geeignetTreppen vorhandenbarrierefrei mikrofon neuessymbol

Seit 2016 gibt es einen Aufzug. Dennoch verbleiben einige Stufen am Kircheneingang, die mit Unterstützung bewältigt werden können. Für E-Rollis besteht leider kein Zugang. Eine Rampe auch hierfür ist in Planung. 

Während der Gottesdienste wird die Mikrofonanlage benutzt. Eine Hörschleife ist nicht installiert.

 

Weitere Informationen (externe Links)

Wikipedia-Logo Artikel bei Wikipedia über die St. Mathilden-Kirche Quedlinburg

Wikipedia-Logo Kirchen auf Quedlinburg.de

Wikipedia-Logo Informationen zur Partnergemeinde in Herford

      360-Grad-Panoramen von St. Mathilde

 

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit der Geschichte der Kirche.


Geschichte des Kirchenbaus

Die einschiffige neugotische Kirche war der erste vollendete Bau des bekannten Architekten Friedrich von Schmidt (Bauzeit 1855–1858) und ist die zweitjüngste der Stadt Quedlinburg. Schmidt war einer der bedeutendsten Neugotiker Österreichs; zu seinen hervorragendsten Werken zählen die Arbeit am Kölner Dom und das Wiener Rathaus sowie die Restaurierung des Stephansdomes. Im Juni 1858 wurde die Kirche von Bischof Konrad Martin von Paderborn konsekriert und der Heiligen Königin Mathilde (896–968), Ehefrau König Heinrich I. geweiht. Mit ihrer schlichten Architektur passt sich die Kirche gut dem mittelalterlichen Stadtbild an.

Der kleine Dachreiter über der östlichen Giebelwand musste wegen Bauschäden im Januar / Februar 1984 abgetragen werden. Bereits zum Weihnachtsfest 1983 fielen erste Steine vom Dachreiter herab. Darum ist die Kirche heute auch ohne läutende Glocke. Der Kirchturm soll wieder neu errichtet werden. Da hierfür auch Stütz- und Sanierungsarbeiten an der Ostseite der Kirche notwendig sind, wird daher seit Jahren hierfür gesammelt. Es ist geplant, die alte Glocke wieder zu installieren. Der Glockenstuhl wurde in ehrenamtlicher Arbeit durch Mitglieder unserer Pfarrei bereits errichtet und fertig gestellt.

Die großen Fenster an beiden Seiten des Kirchenschiffs lassen viel Licht in das Innere. Sie sind seit der großen Sanierung wieder mit Bleielementen verbunden. Beim Eintreten zieht das Altarbild sofort den Blick auf sich. Nach einer Umgestaltung des Chorraumes 1953 schuf der Hallenser Künstler Meinolf Splett dieses Triptychon über dem Tabernakel. Im Mittelfeld sitzt Christus mit zum Segnen und Verkünden erhobener Hand, umgeben von Engeln und Heiligen. Auf den Seitenflügeln ist die hl. Mathilde dargestellt, als Königin und Gründerin des Stifts, als Patronin dieser Kirche und als Mutter und Wohltäterin. Die gotische Pietà (um 1400) auf dem kleinen Seitenaltar, von unbekanntem Künstler geschnitzt, war bis vor wenigen Jahren in St. Wiperti aufgestellt. Drei Buntglasfenster von einer Kölner Glasmalerei finden sich im Chorabschluss. Im Mittleren ist die Heilige Mathilde zu sehen, neben ihr der Patron des Erzbistums Paderborn St. Liborius, im Linken Fenster die Patrone der Stiftskirche St. Dionysius und St. Servatius, im rechten Mathildes Sohn Bruno und ihr Urenkel St. Heinrich. Zwei der großen Fenster wurden durch Hagel im August 2011 stark beschädigt und durch die Glasmalerei Schneemelcher in Quedlinburg restauriert. Von gleicher Firma gefertigt sind die Buntglasfenster über dem Eingang der Kirche, die von einem regionalen Künstler im modernen Stil entworfen und bei der Sanierung 2003 eingebaut wurden. Die aus Sandstein gearbeiteten Kreuzwegstationen stammen vom Bildhauer Mormann.

Die Orgel wurde ursprünglich für eine andere Kirche konzipiert, dann jedoch nach St. Mathilde überführt. Ursprünglich mit Blasebalg angetrieben (noch bis heute funktionsfähig erhalten geblieben ist die Kalkantenglocke) erzeugt heutzutage ein Motor den notwendigen Wind. Die Außenhülle und die Pfeifen wurden grundhaft instand gesetzt, die mechanische Traktur notdürftig repariert.Das Instrument hat 14 Register auf zwei Manualen und Pedal.

 

 


Geschichte der Pfarrei

Bis zur Neuordnung der katholischen Bistümer nach dem Wiener Kongress gehörte Quedlinburg kirchlicherseits zum Apostolischen Vikariat des Nordens. Als Teil der preußischen Provinz Sachsen wurde die Stadt 1812 dem Bistum Paderborn zugeordnet. Die seelsorgerische Versorgung der Gläubigen erfolgte von 1820 bis 1842 von Adersleben, zwischen 1842 und 1848 von Hedersleben aus. 1844 erfolgte die Gründung einer katholischen Privatschule, die im Jahr 1939 von den Nationalsozialisten geschlossen wurde. 1848 wurde ein erster Missionar wieder für Quedlinburg tätig. Der Bau der Kirche begann 1854, die Konsekration fand 1858 statt. 1858 wurde St. Mathildis dann auch zur eigenen Pfarrei erhoben. Von Quedlinburg aus wurde die Herz-Jesu-Pfarrei in Thale gegründet.

Seit 1973 ging die Verwaltung an das bischöfliche Amt Magdeburg über, welches 1994 zum Bistum Magdeburg erhoben wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Mitgliederanzahl der Gemeinde durch Flüchtlinge angestiegen, so dass der Platz der kleinen St. Mathilde-Kirche nicht mehr ausreichte. Darum hatte die Gemeinde 1954 mit dem Rat der Stadt Quedlinburg einen Vertrag zur Nutzung von St. Wiperti als Filialkirche abgeschlossen, die von der Gemeinde auch Sommerkirche genannt wird, weil sie nicht beheizbar ist und darum nur im Sommerhalbjahr, in etwa von Pfingsten bis Erntedank, benutzt wird.

Bereits seit den 1990er Jahren gab es enge Kontakte zur damaligen Pfarrei Herz-Jesu in Thale. Durch die damaligen Pfarrer Magnus Koschig und Wolfgang Janotta wurde der bistumsweit erste Kooperationsvertrag zwischen beiden Gemeinden geschlossen um die bisherige Zusammenarbeit auch zu dokumentieren. So wurden Feiern und Festgottesdienste gemeinsam gefeiert und ein regelmäßiger "Pfarrertausch" wurde eingerichtet. Im Zuge der Neugliederung der Gemeinden wurde 2003 durch das Bistum die damalige Pfarrei Hedersleben unter die Leitung des mittlerweile gegründeten Pfarrverbundes Quedlinburg-Thale gestellt. In einer nochmaligen Umstrukturierung wurde 2010 dann die neue Pfarrei St. Mathilde gegründet, in denen die drei ehemaligen Pfarreien Quedlinburg, Thale und Hedersleben aufgingen.

 

 

 

Textteile der Geschichte von Kirche und Pfarrei entstammen teilweise aus Wikipedia, Link: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=St._Mathilde_(Quedlinburg)&oldid=137973625 , unter CC-by-sa/3,0/de-Lizenz, Autoren: Andreas Werner, Olaf2, Saint-Louis, SaintOuen, Thomas Wozniak, anonyme Bearbeiter u.a.

Allgemeine Informationen

Lage

Quedlinburg ist eine weit über 1000-jährige Stadt in Sachsen-Anhalt am Nordrand des Harzes gelegen. Mit seinen über 2.120 erhaltenen Fachwerkhäusern ist die Innenstadt seit 1994 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbe. Die, als eines der ältesten Denkmale eingestufte, Wipertikirche liegt am südwestlichen Stadtrand. Die Kirche finden Sie ausgeschildert über die "Straße der Romanik", folgen Sie dazu den Straßenschildern in Richtung Weddersleben, Westerhausen und Thale. Die Kirche befindet sich ca. 200 Meter hinter dem Kreisverkehr (unterhalb des Münzenberges) an der Wipertistraße stadtauswärts auf der linken Seite im mittleren Bereich des Friedhofes.

Adresse: Wipertistraße, Quedlinburg (rechts neben dem Hof Wipertistraße 4)

Geokoordinaten: 51° 47′ 6″ N, 11° 7′ 49″ E bzw. 51.785°, 11.130278°

 

Öffnungszeiten

Die Kirche ist von Mai bis Oktober täglich von 10–12 Uhr und 14–17 Uhr geöffnet. Sonntags während des Gottesdienstes ist von 10.30 Uhr bis 11.30 Uhr keine öffentliche Besichtigung möglich. Im Winterhalbjahr kann die Kirche nur nach Absprache besucht werden.

Außerhalb dieser Zeiten ist ein Besuch nach Vereinbarung mit der Pfarrei möglich. Ebenso sind Führungen (auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten) über die Quedlinburg-Information (Tel. 03946-703312) am Markt 2 (die „rote Info“) möglich.

Der Wipertifriedhof mit seinen historischen Gruftanlagen auf mehreren Terrassen ist täglich von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.

 

Gottesdienstzeiten

Im Sommerhalbjahr vom 17. Mai 2015 bis 4. Oktober 2015 (Erntedank) findet die hl. Messe sonntags um 10.30 Uhr in der St.-Wiperti-Kirche statt.

Eine Übersicht über alle Gottesdienste der Pfarrei finden Sie auf Gottesdienste.

 

Parkmöglichkeiten

Unmittelbar am Eingang des Wipertifriedhofes gibt es nur zwei öffentliche Stellflächen. Die nächstgelegenen öffentlichen Parkmöglichkeiten sind:

  • Großparkplatz Schloßblick: kostenpflichtig, für PKW+Wohnmobile+Motorräder, ca. 300 m entfernt
  • Parkfläche an der Langenbergstraße / Wipertistraße für PKW, gebührenfrei, Parken auf eigene Gefahr. ca. 200 m entfernt

In beiden Fällen gehen Sie vom Kreisverkehr stadtauswärts (Fußweg linksseitig) dem Mühlgraben und den Bäumen entlag (im Kreisverkehr gibt es eine Ausschilderung). Sie kommen nach ca. 200 m direkt zum Wipertifriedhof.

Eine Bushaltestelle aus/in Richtung Thale befindet sich unmittelbar vor dem Haupteingang des Friedhofs.

 

Barrierefreiheit

für Rollstuhlfahrer nicht geeignetmehrere Stufen sind zu überwindenMikrofonanlage während der Gottesdienste

Der Wipertifriedhof ist weitgehend barrierefrei zu besuchen. Die Wipertikirche ist nur über enge Treppen zu erreichen und daher für Rollstuhlfahrer nicht geeignet. Während der Gottesdienste wird eine Mikrofonanlage genutzt, eine Hörschleife ist nicht installiert.

 

Weitere Informationen (externe Links)

Wikipedia-LogoArtikel bei Wikipedia über die Wipertikirche Quedlinburg

Wikipedia-LogoKirchen auf Quedlinburg.de

Wikipedia-LogoTouristinformation Quedlinburg: Öffentliche Führungen und Gruppenführungen

 

 

Geschichte der Kirche

Die St. Wipertikirche mit ihrer 1000 Jahre alten Krypta gehört zu den wichtigsten Herrschaftsorten der Ottonen. Für Heinrich I. (919–936) und seinen Sohn Otto I., den Großen (936–973) war Quedlinburg der Ort, an dem sie am häufigsten das Osterfest feierten. In Quedlinburg war es nun wieder das Gelände in und um St. Wiperti, wo sie residierten.
Noch im 10. Jahrhundert wurde an diesem Platz ein freies Kanonikerkonvent errichtet, das im 12. Jahrhundert in einen Prämonstratenserkonvent umgewandelt wurde. Nach der Reformation, die zur Auflösung des Klosters geführt hatte, wurde die Kirche bis Anfang des 19. Jahrhunderts als evangelische Pfarrkirche genutzt. Im 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert wurde sie als Scheune profanisiert.
In den 1950er Jahren ist der Kirchenraum wieder hergestellt worden und wird seither in den Sommermonaten als katholische Pfarrkirche für den Sonntagsgottesdienst genutzt. (tw)

 

Einen umfangreicheren historischen Überblick gibt es auf der Internetseite des Fördervereins Wipertikirche e.V.: Chronologie.

 

Förderverein Wipertikirche e. V.

Um diesem hohen Anspruch gerecht werden zu können, wurde im Jahr 1995 der "Förderverein St. Wipertikirche Quedlinburg e. V." gegründet. Es sind zur Zeit etwa 80 Personen als Mitglieder eingetragen. Der Verein sorgt im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Erhaltung und Restaurierung der Gebäude, sowie für die Aufarbeitung und Repräsentation der Geschichte dieses Ortes. (tw)

Dafür sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen! 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Fördervereins Wipertikirche e.V.: http://www.wiperti.de.